Nachbarn erzählen: Ein weihnachtliches Missverständnis mit Happy End

Nachbarn erzählen: Ein weihnachtliches Missverständnis mit Happy End

Weihnachten liegt zwar mittlerweile schon hinter uns, allerdings hat uns Andrea, eine Düsseldorfer Nachbarin, eine Nikolausgeschichte aus ihrer Nachbarschaft erzählt, die so schön ist, dass wir sie hier gerne teilen möchten:

Vor ca. 11 Jahren betrieb ich ein kleines Immobilienbüro und ein Geschäft für Wohnaccessoires. Um das Weihnachtsgeschäft für meine Weihnachtsdeko etwas anzukurbeln, ließ ich mir zu Nikolaus etwas einfallen: Ich dekorierte kleine Schokoladennikoläuse mit einem Anhänger und versah diese mit meinen Kontaktdaten. Die Anhänger hing ich daraufhin an alle Wohnungstüren von Häusern, zu denen ich die Schlüssel hatte. Nach einer Woche kamen zwei ältere Damen in meinem Laden vorbei und überreichten mir eine riesige Dose voller selbstgebackener Kekse. Damit wollten sie sich für meine kleine Nikolausüberraschung bedanken und erzählten mir ihre Geschichte, die ich an dieser Stelle wiedergeben möchte.

Die beiden wohnen seit über 40 Jahren im selben Haus, mittlerweile alleine, da beide verwitwet sind. Vor ca. 15 Jahren hatten die beiden eine Auseinandersetzung und aus einer anfänglichen Lappalie wurde ein Streit, der sich bis heute hinzog: Wie so oft im Leben wird aus einer kleinen Sache schnell eine Große und der Grund dafür ist häufig die fehlende Kommunikation.

Als sie die Türanhänger entdeckt haben, vermuteten beide hinter dieser Überraschung stecke die jeweils andere und sahen in dieser Geste ein Versöhnungsangebot. Kurz darauf trafen sie sich zufällig im Treppenhaus und versuchten sich in einem Gespräch, bei dem sie sich auf einen Kaffee verabredeten um sich auszusprechen. Erst bei diesem Treffen fanden beide heraus, dass die Türanhänger von mir waren. Mit den Keksen wollten sich die beiden bei mir für die, wenn auch indirekte, Zusammenführung bedanken.

Die beiden hegten die ganzen Jahre über die Hoffnung wieder zueinander zu finden. Der falsche Stolz und ihre Sturheit machten es ihnen lange unmöglich. Nun können sie wieder Freundinnen sein. Ich durfte also Weihnachtsengel spielen und konnte die beiden Freundinnen durch meine kleine Überraschung wieder zusammenbringen.

Die vielen Kekse habe ich zum Teil an meine Kunden verschenkt, oder in kleine Päckchen an Obdachlose verteilt.

… Für mich war es das schönste Weihnachten!