Aus „Tottern“ wird Teamwork: Achim aus Düsseldorf dreht Musikvideo mit seiner Nachbarschaft

Aus „Tottern“ wird Teamwork: Achim aus Düsseldorf dreht Musikvideo mit seiner Nachbarschaft

Eine Darstellerin für sein Musikvideo, eine muntere Boule-Runde, einen kleinen Chor und einen mondänen Damenhut. Das alles hat Achim in seiner Düsseldorfer Nachbarschaft entdeckt – und damit sein Leben bereichert.

Achim lebt seit knapp 20 Jahren in seinem Düsseldorfer Stadtteil Unterbilk West. Trotzdem kannte er lange nur wenige Nachbarn in seinem Viertel. „Ich könnte nicht behaupten, dass ich früher auf der Straße alle paar Meter meinen symbolischen Hut gezogen hätte, um jemanden zu grüßen. Aber das hat sich jetzt in der Tat geändert!“

Mittlerweile trifft der 51-Jährige immer wieder Nachbarn, die er über die Online-Plattform nebenan.de kennengelernt hat. Vor einem Jahr wurde er von seiner Bekannten Miriam, die nur einen Häuserblock entfernt wohnt, in das Nachbarschaftsnetzwerk eingeladen. Seitdem hat sich für Achim viel getan.

„Tottern“ beim Boule

Beim monatlichen Stammtisch kam im Frühjahr die Idee auf, sich doch mal zum Boule zu treffen. Achims Nachbarn Urban und Betty setzten die Idee kurzerhand um und trommelten über nebenan.de die erste Runde zusammen. Achim war ab der zweiten oder dritten Runde auf dem malerischen Platz vor der Alt St. Martin Kirche dabei und ist immer noch begeistert von der ausgelassenen Stimmung:

„Wir haben bei allen Treffen viel gelacht! Wir haben bis in die dunklen Abendstunden gespielt, und dabei gegessen, getrunken und vor allem getottert!“

„Tottern“, Dialekt für quatschen, kam nie zu kurz. Acht bis zehn Nachbarn kamen üblicherweise zum Boule-Treff, mit Wein und Snacks im Gepäck. Sogar selbstgebackenes Käsegebäck von Ina war dabei. „Schade, dass die Saison für dieses Jahr erst mal vorbei ist. Aber im Frühjahr geht’s ganz bestimmt weiter“, freut sich Achim.

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Teamwork für den CD Release

Beim Boule lernt Achim auch seine Nachbarin Lydia kennen, eine freiberufliche Grafik-Designerin. Ihr erzählt Achim, dass er neben seiner Arbeit als Marketing- und PR-Manager auch als Musiker aktiv ist und bald seinen Song „In Düsseldorf“ veröffentlichen wird, eine musikalische Hommage an seine Stadt. Das Budget für die Veröffentlichung ist schmal, aber Lydia bietet ihm kurzerhand an, die Gestaltung des CD Covers zu übernehmen – kostenlos. Achim ist baff.

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Doch damit geht das nachbarschaftliche Teamwork erst los: Achim will auch ein Musikvideo für seinen Song drehen – doch das Geld für Schauspieler oder eine teure Ausstattung ist knapp bemessen. Also übernimmt Miriam eine Rolle als Darstellerin, seine Nachbarn Heidi und Urban treten im Video als Statisten auf.

Achim fragt bei nebenan.de, ob jemand vielleicht noch einen mondänen Damenhut für den Dreh hat, wie man sie von englischen Pferderennen kennt.

„Ich hätte sonst gar nicht gewusst, wo ich den herbekommen soll! Aber dann hat sich eine Nachbarin bei mir gemeldet, die drei solcher Hüte von ihrer Oma geerbt hat! Die hab’ ich mir mit Miriam zusammen angeschaut – und sie haben perfekt gepasst!“

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Das Teamwork der Nachbarschaft zum Musikvideo "In Düsseldorf" kann sich sehen lassen und ist nicht nur etwas für Lokalpatrioten:

Ins reale Leben gerutscht

Mittlerweile treffen sich Achim und Miriam auch abseits der Nachbarschaftstreffen persönlich. So gibt Achim Miriam zum Beispiel alle zwei Wochen kostenlosen Gitarren-Unterricht. Außerdem haben sie zusammen mit Claudia, einer weiteren Nachbarin, einen kleinen Chor gegründet, der bei zwei Veranstaltungen der Pro-Europa-Bewegung „Pulse of Europe“ in Düsseldorf aufgetreten ist.

Seine Erfahrungen haben Achim gezeigt, wie schnell sich die Kommunikation von der Online-Plattform ins Offline-Leben verlängern kann. „Gerade der Boule-Treff ist ein fantastisches Beispiel, wie man aus dem Netz ins reale Leben rüber rutscht! Online Boule spielen geht eben nicht, da muss man sich schon für treffen!“

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Die Unverbindlichkeit mancher Nachbarn bemerkt Achim durchaus – ein Phänomen, das typisch ist fürs digitale Miteinander. Mit einem Klick seine Teilnahme in einer Gruppe oder an einer Veranstaltung zu bestätigen, sei eine Sache. Dann tatsächlich auch seinen Hintern hochzukriegen, eine ganz andere.

„Aber im Vergleich zu anderen sozialen Netzwerken sind viele Leute bei nebenan.de nicht nur online, sondern auch real aktiv. Und der Umgangston ist ein ganz anderer. Shitstorms oder Hasskommentare hab’ ich bei nebenan.de noch nicht erlebt!“

Die Kontakte läppern sich

Achim ist positiv überrascht, wie sehr sich sein soziales Netzwerk seit der Anmeldung bei nebenan.de vergrößert hat. Viele seiner guten Freunde wohnen weiter entfernt oder gar in anderen Städten.

„Als Single ohne Kinder ist es eben nicht so, dass man neue Leute über die KiTa oder die Freunde der Partnerin kennenlernt. Aber so, wie sich die ganzen Begegnungen jetzt über nebenan.de geläppert haben, muss ich schon sagen, dass sich es für mich total gelohnt hat, mich anzumelden“.

Mehr zu Achims Musikvideo gibt es hier: http://induesseldorf-daslied.de/

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