Retter in der Umzugsnot: Clemens aus Bonn findet Hilfe bei den Nachbarn

Retter in der Umzugsnot: Clemens aus Bonn findet Hilfe bei den Nachbarn

Ein Umzug kostet Schweiß und Nerven. Erst recht, wenn man kein eigenes Auto mehr hat. Clemens aus Bonn kann davon ein Lied singen. Der 61-jährige Berater erzählt, wie er den Umzugsstress durch die Hilfe seiner Nachbarn überstanden hat.

Wenige Dinge im Leben sind so nervenaufreibend wie die jährliche Steuererklärung. Aber es gibt einige Dinge, die sind nicht nur nervenaufreibend, sondern auch körperlich anstrengend bis zur Erschöpfung – zumindest für solche Geistesarbeiter wie mich, die nicht mit Schwarzenegger-Muskelpaketen aufwarten können. Dazu gehört ohne Zweifel der Umzug von alten in neue vier Wände. Doch davon gleich mehr.

Kein 6-stelliger Freundeskreis?

Zu „nebenan.de“ bin ich nicht durch mein Umzugsprojekt gekommen, sondern weil ich als sozial eingestellter Mensch die Idee der Vernetzung in einer immer anonymer werdenden Welt großartig finde. Gerade in größeren Städten nimmt die Vereinsamung rasant zu, zumindest bei denjenigen, die nicht als ‚digital natives‘ aufgewachsen sind und einen vier- bis sechsstelligen Freundeskreis haben.

Bei „nebenan.de“ gibt es auf unkomplizierte Weise reale Kontakte zu interessanten und netten Menschen mit gleicher Wellenlänge. Sie alle verbindet die Einsicht, dass ‚sharing‘ glücklicher macht als ‚possessing‘, dass Besitz ohne Kontakt zu anderen so viel wert ist wie das Gold des König Midas.

An Nachbarn verschenken macht doppelt Spaß

Vor meinem Umzug war „nebenan.de“ für mich die ideale Verkauf- und Verschenkebörse. Wer gibt seine wertvollen Dinge nicht lieber an Menschen, die er persönlich kennt bzw. aus einem konkreten Anlass kennenlernt? Man sagt ja nicht nur bei den lieben Vierbeinern: „In gute Hände abzugeben“. Und wenn’s ein sympathisches Gegenüber ist, dann ist – anders als beim anonymen Ebay – der Preis auch nicht das Ausschlaggebende.

Es war ein schönes Gefühl, wenn die Käufer und Beschenkten mit einem Lächeln im Gesicht nach Hause gegangen sind. Aber damit nicht genug: es gab über „nebenan.de“ auch jede Menge hilfreiche Tipps zu Handwerkern und Umzugsunternehmen. Und die freuten sich, wenn ich sagen konnte: „Sie sind mir von xy empfohlen worden.“

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Die letzten Meter sind die Schlimmsten

Am Umzugstag selbst war ich schon reichlich fertig; die Knochen taten mir weh vom Räumen und Packen (ich gehöre wie viele lange Lulatsche zur Fraktion „Ich habe Rücken.“). Jetzt nur noch raus! Abends dann ermattet im neuen Domizil – das zum Glück in derselben Stadt lag – ins Bett gefallen. Aber bevor die Freude auf und in der neuen Wohnung aufkommen konnte, ging der Mist noch einmal los. Die alte Wohnung musste gründlich geputzt und von letztem Unrat befreit werden. In einem Anfall von Leichtsinn dachte ich zuerst, dass das wohl in einem Tag geschafft sei.

Von wegen: drei Tage und die tatkräftige Hilfe von zwei Freunden waren nötig. Und es hatten sich neben Unmengen an Putzmitteln, Eimern und Krimskrams noch 10 gelbe Säcke an Unrat und Krimskrams angesammelt. Und in solchen Situationen ist es einfach schei…, wenn man sich einige Monate zuvor aus Umweltgründen entschlossen hat, seinen vierrädrigen Freund abzuschaffen.

Einen Teil hat mir ein Freund zum Wertstoffhof gefahren, aber dann hatte keiner mehr Zeit und ich stand ermattet und etwas ratlos im Hausflur herum. „nebenan.de“ – schoss es mir durch den Kopf, auch wenn es mir etwas peinlich war, andere mit meinem Umzugs-Reste-Kram zu behelligen.

Eine Kollegin packt mit an

Nach meinen guten Erfahrungen habe ich dann doch schnell einen Hilferuf bei nebenan.de abgesetzt – und schon nach einer Stunde hatte ich vier Angebote.

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„Kein Problem“, kriegte ich von meiner Nachbarin Anke zur Antwort. „Genau für solche Aktionen ist die Plattform doch gemacht.“ Das fand ich klasse und war unendlich erleichtert. Eine Stunde später stand sie mit ihrem Kombi vor meiner Haustür. Die Sachen waren in Null Komma Nix eingeladen. Bestimmt auch deshalb, weil ich von dieser spontanen Hilfsbereitschaft so angetan war.

Auf der Fahrt zu meiner neuen Wohnung erzählte mir Anke, dass sie auch schon meine Aktivitäten in den Wochen davor auf der Plattform verfolgt hätte und so ein ziemlich gutes Bild von meinem Wohnstil bekommen hätte. Es gab eine angeregte Diskussion, bei der sich dann auch noch herausstellte, dass wir denselben Beruf ausüben, wenn auch mit anderer Ausrichtung. Das hat uns neugierig gemacht. Wir sind als BeraterInnen beide sehr beschäftigt. Deshalb ist es bisher noch nicht zu einem weiteren Treffen gekommen. Aber das kommt bestimmt…

Wie heißt es so schön: „Zufall ist das, was einem zufällt".

Clemens K. aus Bonn


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